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Kritik

MICHEL GONDRY: MIKRO & SPRIT

Bei jedem neuen Film hoffe ich, dass Michel Gondry doch noch einmal zu alter Größe zurückfindet. In Mikro & Sprit erzählt er eine für seine Verhältnis erstaunlich realistisch anmutende Geschichte: eine Rebellion gegen eine Gesellschaft, der die Fantasie abhanden gekommen scheint.

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BEN WHEATLEY: HIGH-RISE

© DCM Film Distribution

Dass ich ein Buch extra noch schnell vor Veröffentlichung der Verfilmung gelesen habe, das gab es schon lange nicht mehr. Aber für jemanden, der sich für die Inszenierung von begrenzten Räumen besonders interessiert, kann es doch kaum etwas Vielversprechenderes geben, als eine Science-Fiction-Dystopie, die sich in einem einzigen Hochhaus abspielt.

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FELIX VAN GROENINGEN: CAFÉ BELGICA

Man kennt dieses Phänomen, und als Stadt-Mensch erst recht: jeder weiß so einen Ort, der etwas ganz Besonderes war, ein kleiner Geheimtipp, bis die ersten guten Bewertungen kamen, die Massen, ein schneller Höhepunkt und das anschließende Verglühen.

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ALEX PROYAS: GODS OF EGYPT

Nach der Kampagne #OscarsSoWhite scheint sich Gods of Egypt von Alex Proyas nahtlos in eine Riege beklagenswerter Castingentscheidungen einzureihen. In einem Film, der sich altägyptische Mythen zur Vorlage wählt, einen blonden Dänen, einen Schotten und einen Australier als Helden zu besetzen, zeugt schon von einer gewissen Ignoranz, selbst wenn es sich bei zwei der Figuren um Götter, und somit ohnehin um Wesen handelt, die über solchem menschlichen Firlefanz schweben.

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