MATT ROSS: CAPTAIN FANTASTIC

Auf Festivals befand alle Welt, dass Viggo Mortensen für seine Rolle als alleinerziehender Vater in der Wildnis in Captain Fantastic geboren sei. Aber ist der Film von Matt Ross auch mehr als ein Hippie-Crowdpleaser? Mehr dazu in meiner ausführlichen Kritik für filmosophie.com.

© Universum
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„…Wie ist das Buch?“, fragt Ben (Viggo Mortensen) seine älteste Tochter, die sich lesend auf den Platz hinter ihm zurückgezogen hat. „Interessant“, lautet die knappe Antwort, aber das zählt nicht. „Interessant ist ein Nicht-Wort“, ermahnt Ben, „sei spezifischer.“ Ich stehe vor einem ähnlichen Problem wie Kielyr (Samantha Isler) in dieser Szene. Etwas mehr sagen zu müssen als: interessant. Das ist Captain Fantastic schon. Oder zumindest erzählt er von einer interessanten Figurenkonstellation.

Ben fährt seine Kinder nicht wie aus amerikanischen Indiefilmen gewöhnt im Kombi zur Schule, er fährt einen alten Schulbus mit Wohnmobilqualitäten. Da sind auch noch andere Kinder, insgesamt sechs an der Zahl, die Ben eigentlich allein in einem Wald aufzieht, fernab der Zivilisation. Und sie fahren nicht zur Schule, sondern meilenweit durchs Land, um eine Beerdigung zu sprengen. Die ihrer Mutter, die psychisch schwer krank war, Selbstmord begangen hat und nun in New Mexico beigesetzt werden soll, obwohl sie das als praktizierende Buddhistin ablehnte. So erklärt Ben das seinen Kindern, ganz ruhig und sachlich, wie immer. Ob es um ihre Mutter geht, um Sexualaufklärung oder das kapitalistische System…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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