SEAN BAKER: TANGERINE L.A.

Zwei Worte fallen im Zusammenhang mit Sean Bakers Tangerine L.A. immer sofort: Transgender und iPhone 5s. Warum die Sensation vom Sundance Film Festival 2015 aber noch viel mehr zu bieten hat und auf jeder Sichtungsliste unbedingt auftauchen sollte – dazu mehr in meiner ausführlichen Kritik für filmosophie.com.

© Kool/Filmagentinnen
© Kool/Filmagentinnen

„Die Sonne steht tief am Abendhimmel über Los Angeles und taucht alles in ein leuchtend mandarinfarbenes Licht. Es ist dieses Licht, das dem Film seinen Namen gegeben hat: Tangerine L.A. von Sean Baker, eine kleine Sensation auf dem Sundance Festival 2015. In den Himmel zu schauen ist manchmal wie eine Leinwand zu betrachten. Dann ziehen Farben und Texturen vorbei, die sich je nach Stimmung des Betrachters direkt in Emotionen umzuwandeln scheinen. So ein tiefroter Himmel kann Symbol romantischer Gefühle sein, ganz knapp auf der Kippe zum Kitsch. Oder auch Ausdruck von sich ins unendliche steigernder Rage.

Dieses warme Licht wird sich im Laufe des Films noch intensivieren. Tangerine L.A. erzählt nämlich die Geschichte eines einzigen Abends: des Heiligen Abends. Und der ist für das exzessive Ausleben der kompletten Gefühlsskala von Romantik bis Rage ganz besonders geeignet. Als Sin-Dee (Kitana Kiki Rodriguez) an diesem Abend aus einem kurzen Aufenthalt im Gefängnis entlassen wird, ist plötzlich alles anders. Ihre beste Freundin Alexandra (Mya Taylor) hat endlich Brüste. Und ihr rutscht heraus, dass Sin-Dees Freund Chester (James Ransone) sie betrogen hat. Mit einer Cisgender-Frau: „Vagina and everything.“…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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