NEWS-FLASH DER WOCHE #046

Große Freude:

Allein die Nachricht, dass Nick Cave And The Bad Seeds am 09. September 2016 ihr neues Album Skeleton Tree herausbringen, ist schon große Freude wert. Aber am Tag vorher erscheint auch noch ein Begleitdokumentarfilm namens One More Time With Feeling, gedreht von Andrew Dominik, der bereits für Filme wie Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford mit Cave und Ellis zusammengearbeitet hatte.

Immer her mit Filmen aus der Modewelt! Einen eben solchen dreht als Nächstes wohl Paul Thomas Anderson mit Daniel Day-Lewis. Angesiedelt in der Modebranche des New Yorks der 1950er Jahre. Aktuell ist das Drehbuch noch in Arbeit und die Suche nach Nebendarsteller_Innen läuft.

In all der Aufregung um das Suspiria-Remake hat kaum jemand gemerkt, dass Luca Guadagnino zuvor noch einen anderen Film auf dem Plan hat. Nun dreht er bereits Call Me By Your Name, ein im Italien der 1980er Jahre angesiedeltes Drama über die Romanze zwei junger Männer. Die Hauptrollen übernehmen Armie Hammer, Michael Stuhlbarg und Timothée Chalamet. James Ivory wirkte am Drehbuch mit.

Neuen Berichten des Stanley Kubrick-Vertrauten Emilio d’Alessandro zufolge hatte der Überregisseur kurz vor seinem Tod noch eine Pinocchio-Verfilmung und ein im Zweiten Weltkrieg angesiedeltes Drama in Planung.

Can you ever forgive me? (ursprünglich von Nicole Holofcener) ist noch immer nicht fertig, weil die Hauptdarstellerin Julianne Moore irgendwann wegen kreativer Differenzen absprang. Nun wurde sie von Melissa McCarthy ersetzt und Holofcener ist ohnehin schon längst Marielle Heller auf den Regiestuhl gefolgt. Amy Schumer ist hingegen neu an Bord der Komödie Who Invited Her? über eine Bachelor-Party und Brie Larson verhandelt über die Hauptrolle in Captain Marvel, dessen Regie unter Umständen Jennifer Kent (The Babadook) wuppen könnte.

Wong Kar-Wai hat für eine 18-teilige Online-Serie unterschrieben. Als Produktionsfirma tritt die chinesische Huanxi Media Group auf den Plan. Casting und Story bleiben vorerst noch unter Verschluss.

Lena Dunham hat ein neues Video für Vogue.com gedreht: <3

Große Unentschiedenheit:

James Cameron und Roberto Rodriguez haben die Hauptdarstellerin für ihre Manga-Adaption Battle Angel Alita gefunden: Rosa Salazar konnte sich gegen Mitbewerberinnen wie Maika Monroe, Zendaya oder Bella Thorne durchsetzen.

Hélène Cattet und Bruno Forzani bringen gemeinsam den Roman Laissez bronzer les cadavres von Jean-Patrick Manchette auf die große Leinwand. Hauptrollen übernehmen zum Beispiel Elina Löwensohn und Stéphane Ferrara.

Kingsman: The Golden Circle ist gerade einen Ticken interessanter geworden: Jeff Bridges ist nämlich seit Neustem an Bord.

Nun hat er es offiziell bestätigt: Sam Mendes wird den nächsten Bond-Streifen nicht mehr inszenieren. Außerdem gibt es Gerüchte um Tom Hiddleston als neuen Bond und Fragen von Gillian Anderson nach einer möglichen weiblichen Besetzung der ikonischen Rolle.

Slate hat eine Handvoll schwarzer Filmemacher nach den besten Filmen schwarzer Regisseure gefragt und serviert nur den Black Film Canon. Interessantes Projekt, leider jedoch extrem amerikalastig.

Der neuste Neuzugang am Set von Michael Hanekes Happy End ist Mathieu Kassovitz. Er wird als Isabelle Hupperts Bruder zu sehen sein. Und eine weitere männliche Nebenrolle wurde diese Woche bekannt: Lin-Manuel Miranda stößt zu Emily Blunt in Mary Poppins Returns von Rob Marshall. Dafür bestätigte Emily Blunt nun, nicht zum Sicario-Sequel Soldado zurückzukehren. Stefano Sollima ist mittlerweile für die Thriller-Fortsetzung als Regisseur an Bord.

Das Guys and Dolls-Remake aus dem Hause 20th Centry Fox hat endlich einen Regisseur: für den Job unterzeichnete Michael Grandage, der bei seinem letzten Berlinale-Beitrag Genius nicht gerade mit Innovationen glänzte.

Da werden wohl wieder alle nach einem Neuanfang für den deutschen Film schreien: Toni Erdmann eröffnet das diesjährige Filmfest München und in Karlovy Vary ist mit Gleißendes Glück von Sven Taddicken ebenfalls ein deutscher Film im Wettbewerb vertreten. Werner Herzogs Salt and Fire mit Veronica Ferres feiert seine Premiere hingegen auf dem Shanghai Film Festival.

Der ungarische Regisseur György Pálfi (Taxidermia) dreht wieder. Und zwar The Voice, ein Drama über einen ungarischen Journalisten, der bevor er seine Familie gründen will, in die USA reist, um dort seinen Vater ausfindig zu machen.

Nach dem Flop von Prince Of Persia: The Sands Of Time wagt sich Jake Gyllenhaal doch noch einmal an eine Spiele-Adaption. The Division basiert auf dem gleichnamigen Spiel von Ubisoft. Drehbuchautor und Regisseur lassen aber noch auf sich warten.

Für den DC-Film The Flash mit Ezra Miller ist endlich ein Regisseur gefunden: den Job übernimmt Rick Famuyiwa, der mit Dope einen der besten Filme des letzten Jahres gedreht hatte.

Larrikins ist eine „Australia-set animal musical comedy“. Na, wenn das nix is. Mit dabei sind: Hugh Jackman, Naomi Watts, Rose Byrne und Ben Mendelsohn, Margot Robbie, Jacki Weaver, Josh Lawson, Damon Herriman und Ewen Leslie.

Alexandre Aja (Horns) hat sich The Marquis vorgenommen, ein Kostümdrama über den Marquis de Montespan, dessen Ehefrau Athénaïs die Geliebte des damaligen Absolutisten Louis XIV wurde.

Zum ersten Mal seit Set it Off stehen Jada Pinkett Smith und Queen Latifah wieder gemeinsam vor der Kamera: und zwar für die Universal-Komödie Girl Trip von Malcolm Lee.

Und auch der Cast des Stephen King-Remakes It nimmt langsam Formen an: Bill Skarsgard spielt Pennywise und Jaeden Lieberher, der Kinderdarsteller aus Midnight Special, übernimmt den Part von Jonathan Brandis aus dem 1991er Film, den Anführer der Kinderclique.

Große Skepsis:

Die Verleihung des Deutschen Filmpreises erinnerte wieder daran, warum es sich lohnt, den deutschen Film weiträumig zu umfahren. Naja, zumindest den öffentlich geförderten Großteil. Quantitativer Sieger des Abends und gleichzeitig auch Lola-Preisträger für den Besten Film war Der Staat gegen Fritz Bauer von Lars Kraume.

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