JULIO MEDEM: MA MA – DER URSPRUNG DER LIEBE

Penélope Cruz schaut uns mit rosigen Wangen und vollem Haar aus einer opulenten Blütenpracht entgegen. Ihr heiliges Versprechen brodelnder Spanishness löst sie dieser Werbestrategie entgegen leider in Ma Ma – Der Ursprung der Liebe von Julio Medem nicht ein. Das liegt aber weniger an ihrer Leistung als vielmehr an einfach allem Anderen. Mehr dazu in meiner ausführlichen Kritik für filmosophie.com.

© MFA+ / Filmagentinnen

„…Julio Medem entscheidet sich in seinem Film Ma Ma – Der Ursprung der Liebe dafür, all diese unschönen Aspekte der Mutterschaft auszublenden und sich ganz auf ihre Heiligkeit zu konzentrieren. Die zeitlos bildschöne Penélope Cruz eignet sich da ganz hervorragend für die alles bestimmende und überstrahlende Hauptrolle. In zahlreichen Szenen des Filmes wandelt sie gar durch so gleißend weiße Räume, dass es scheint, als stünde sie schon vor des Himmels Tor. Stattdessen sitzt sie an einem ganz und gar unhimmlischen Ort: im Krankenhaus wegen der Chemotherapie. Ihre Figur – die junge Madrilenin Magda – leidet unter einem aggressiven Brustkrebs – und somit ist auch das Filmplakat als Lüge entlarvt, das eine rosige Hauptdarstellerin mit langem, vollem Haar zeigt, von opulenten Blüten warm umrankt. Wohl in der optischen Assoziation an die Almodóvar-Filme, die die heilige Penélope ebenfalls vergoldete – womit wir wieder bei den Werbeversprechen wären…“

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