MEDIA MONDAY #252

Media Monday #252

1. Die Geschlechterrollen in Hollywood-Filmen sind ein anstrengendes Thema. Da liegt vieles im Argen. Gleichzeitig ist es aber auch Quatsch, von einem einzelnen Film zu erwarten, dass er im Alleingang alle systematischen Probleme löst (Stichwort auch Whitewashing, Diversität etc). Deswegen ist – so wichtig das Thema ist – es etwas ermüdend, immer wieder Kritiken und Texte zu lesen, die Filme lediglich durch diese Brille betrachten.

2. Für kino-zeit bearbeite ich gerade ein Interview zum Thema Restaurierung abseitiger Filme ohne Lobby. Und das so radikal zu kürzen wie nötig wird der Sache nicht annähernd gerecht, denn es gibt da verdammt noch mal so riesige Filmbestände, die gerettet gehören.

3. Ich trauere ja immer noch um die Lebenszeit, die ich in der Pressevorführung zu The First Avenger: Civil War verloren habe.

4. ____ hätte gerne fortgesetzt werden können, denn ____ . Ach, Fortsetzungen gibt es doch nun wirklich genug.

5. Le départ von Jerzy Skolimowski war ein(e) überraschend großartige(s) Filmerlebnis, weil meine Begleitung recht hatte: er scheint der bessere (im Sinne von: zugänglichere) Godard zu sein. In den kommenden Tagen werde ich mit Sicherheit noch mehr Filme aus der aktuellen Skolimowski-Retrospektive im Zeughauskino Berlin besuchen.

6. Watchmen von Alan Moore hat mich dazu verleitet, mich doch noch in die Welt der Comics vorzuwagen: zuerst mal habe ich jetzt mit V wie Vendetta angefangen.

7. Zuletzt habe ich Die Liebenden von Pont-Neuf von Léos Carax gesehen und das war überraschend, weil ich mich ohne konkretere Gründe lange darum herumgedrückt habe. Und dann gab es doch so umwerfende Szenen wie das Feuerwerk auf der Brücke.

2 Comments

  • 2 Jahren ago

    Die Antwort zu Punkt 3 ist jetzt irgendwie nicht sehr positiv besetzt. Sollte ich etwa einen schlechten Film erwarten müssen?

    • katrindoerksen
      2 Jahren ago

      Na, zumindest einen unendlich laaaangen, langweiligen und leidenschaftslosen Film.

Leave A Comment

Related Posts