NEWS-FLASH DER WOCHE #041

Her damit!

Auch die Semaine de la Critique 2016 hat nun ihr Lineup veröffentlicht. Mit dabei sind unter Anderem Chloe Sevigny mit ihrem Regiedebüt Kitty, Nadav Lapid und vor allem jede Menge französischer Filmemacher.

Und zu guter Letzt zieht auch die Quinzaine des Réalisateurs nach. Mit dabei sind zum Beispiel Paul Schrader, Laura Poitras, Anurag Kashyap, Alejandro Jodorowsky oder Pablo Larraín.

Als wäre die Kombination aus Todd Haynes und Julianne Moore nicht schon des Goldes genug. Nun ist auch noch Michelle Williams an Bord des Dramas Wonderstruck über die miteinander verwobenen Leben zwei tauber Kinder. Die eine Hälfte des Streifens wird im Übrigen ein Stummfilm.

Erst kürzlich erschien im New Yorker ein spannender Artikel über einen Mann, der ein Motel kaufte, um die Paare darin zu soziologischen Zwecken beim Sex auszuspionieren. Über Jahrzehnte hinweg wurde er nie entdeckt. Der Artikel wird demnächst nicht nur zum Buch, sondern auch zu einem Film – und Sam Mendes führt die Regie, während Steven Spielberg produziert.

Derzeit gibt es gefühlt täglich News über neue Rollen für Domhnall Gleeson. Neu in seiner Filmographie: ein Part in Darren Aronofskys unbetiteltem Drama mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle. Außerdem an Bord sind seit Kurzem Michelle Pfeiffer, Ed Harris und Brian Gleeson. Und apropos Aronofsky: der produziert im Übrigen den neuen Film Undeniable des deutschen Victoria-Regisseurs Sebastian Schipper.

Von James Ponsoldt war bisher alles gut. Und weiter geht’s mit I want my MTV: The Uncensored Story of the Music Video Revolution.

Auf sein iPhone-Projekt Tangerine lässt Sean Baker demnächst The Florida Project folgen. Das Portrait einer Sechsjährigen in besagter Stadt – gedreht auf 35mm!

Elle Fanning und Logan Lerman übernehmen die Hauptrollen in Shawn Christensens Indiedrama Sidney Hall über einen jungen Schriftsteller, der nach der Veröffentlichung seines ersten Romans spurlos verschwindet. Außerdem mit an Bord: Michelle Monaghan, Kyle Chandler und Nathan Lane.

Emma Stone, Kate McKinnon und Jillian Bell bilden das Dreiergespann an der Spitze der kommenden Komödie Women in Business von Jake Szymanski.

Na, zeig doch mal her…

Mit Jurassic World lieferte Colin Trevorrow durchaus etwas Sehenswertes ab. Nun überreicht er den Staffelstab an Juan Antonio Bayona (The Impossible), der den zweiten Teil für Paramount inszenieren soll.

Mel Gibson plant derzeit die TV-Serie The Barbary Coast mit Kate Hudson und Kurt Russell in den Hauptrollen zu drehen. So richtig kann ich mir das aber erst vorstellen, wenn die fertige Serie auf Netflix steht.

William Shakespeares Timon von Athen kommt auf die große Leinwand, in dem eine Gatsby-eske Figur im Mittelpunkt einer quasi-dystopischen Gesellschaft steht. Der Brite Joel David Moore will darin besonders die sozialkritischen Aspekte hervorheben.

Daisy Ridley ist nicht nur in weit entfernten Galaxien unterwegs. Seit Kurzem ist sie auch an Bord der Fantasy-Romanze Kolma, dem neuen Projekt der Regisseurin Marielle Heller, die mit Diary of a Teenage Girl ein wunderbares Debüt ablieferte. J.J. Abrams ist als Produzent mit von der Partie. Außerdem wendet sich Heller den Gay-Rights zu und dreht demnächst The Case Against 8, eine Adaption der gleichnamigen HBO-Dokumentation von Ben Cotner and Ryan White.

In der Shakespeare-Todestag-Jubiläumswoche gibt es natürlich Barden-verwandte News: Bruce Dern, Sean Astin und Anthony Michael Hall übernehmen Hauptrollen in einer komödiantischen Adaption von King Lear. Regie führt Carl Bessai.

Nancy Buirski (By Sidney Lumet) hat sich als nächstes Projekt The Rape of Recy Taylor ausgesucht, die wahre Geschichte einer 24-jährigen Schwarzen, die 1944 in Alabama von sieben weißen Männern vergewaltigt wurde und glücklicherweise entgegen aller Widerstände laut darüber sprach.

Harmony Korine hat das neue Musikvideo von Rihanna inszeniert: „Needed Me“ heißt das gute Stück und spart nicht mit Neonlichtern, nackter Haut und Waffenherumgewedel. Vermag meine Korine-Skepsis nicht zu zerstreuen.

Tribeca endet zwar erst am 24. April, die Gewinner des Festivals stehen aber jetzt schon fest: Dean von Demetri Martin, Junction 48 von Udi Aloni und der Dokumentarfilm Do Not Resist konnten die Hauptpreise für sich verbuchen. Zur kompletten Liste der Gewinnerfilme geht es hier.

Irwin Winkler adaptiert und inszeniert die Memoiren My Mother, my Son, die sich mit Alzheimer auseinandersetzen.

Bleibt mir weg damit!

Die israelische Schauspielerin und Filmemacherin Ronit Elkabetz (Get – Der Prozess der Viviane Amsalem) ist im Alter von 51 Jahren an Krebs gestorben.

93 Jahre alt wurde Guy Hamilton, viermaliger Bond-Regisseur. Auch er ist in dieser Woche gestorben.

Die Angst vor dem Terror greift um sich: nicht nur findet in Cannes dieser Tage eine groß angelegte Simulation eines Terroranschlags statt, um Sicherheits- und Einsatzkräfte für den Ernstfall zu trainieren. Auch das Personal wurde aufgestockt und in den Nebenreihen des Festivals laufen in diesem Jahr weniger Filme, weil die intensivierten Einlasskontrollen wesentlich mehr Zeit beanspruchen als üblich.

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