MEDIA MONDAY #251

Media Monday #251

1. Enttäuschung drückt nicht annähernd aus, was ich empfand, als ich letzte Woche Julio Medems neuen Film Ma Ma – Der Ursprung der Liebe mit Penélope Cruz sah. Die Kritik folgt später.

2. Wenn andere so über die Freuden des Italo-Genrekino der 1960er Jahre reden, dann bekomme ich direkt Lust, gleich wieder zum nächsten Terza Visione zu fahren.

3. Manchmal fragt man sich ja, was die Verantwortlichen sich bei der Auswahl der Filmtitel denken, wie etwa bei Der Schamane und die Schlange. Nun gut, es soll das bildungsbürgerliche Weltkinopublikum locken und es gibt sicher auch noch absurdere Beispiele. Aber trotzdem wird mit diesem Titel komplett an der Essenz des Films vorbei gedacht.

4. Bei historischen Stoffen finde ich es am Gelungensten, wenn sie mit ihrer Historizität transparent umgehen und nicht so etwas wie ohnehin unerreichbaren „Realismus“ vorzugaukeln versuchen. Sofia Coppolas Chucks in Marie Antoinette waren so etwas wie der Idealfall.

5. Vom Set-Design her erinnere ich mich aus dem vergangenen Jahr besonders gern an Mad Max: Fury Road, The Danish Girl, Carol und Brooklyn. Das gilt im Übrigen auch für die Kostüme.

6. Eines der wohl meistbemühten Klischees ist es ja wohl, dass sterbenskranke Frauenfiguren am Ende eines Films zwar gehen müssen, aber doch vorher immerhin noch einer anderen Person die Welt erklärt haben.

7. Zuletzt habe ich gestern Abend endlich Snowpiercer im Fernsehen nachgeholt und das war nicht ganz so umwerfend wie erhofft, weil ich noch mehr von der Inszenierung des beengten Raumes erwartet hatte. Trotzdem ein intensives und fesselndes Filmerlebnis.

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