BÖLLER UND BROT: WER HAT ANGST VOR SIBYLLE BERG

Wer hat Angst vor Sibylle Berg, das fragt der gleichnamige Dokumentarfilm von Böller und Brot über die Schriftstellerin. Eine Antwort gibt er nicht. Und auch sonst erfahren wir nicht sonderlich viel über Frau Berg. Ob das Konzept der Filmemacherinnen trotzdem aufgeht oder nicht, darüber habe ich in meiner Kritik für filmosophie.com nachgedacht.

© Zorro / 24 Bilder

„…Sibylle Berg ist ein wandelndes Mysterium: ausgesprochen scheu im Umgang mit Journalisten, durchaus exzentrisch im Auftreten, ihr Wikipedia-Eintrag enthält in jeder Sprache ein anderes Geburtsjahr. Es lässt sich nur mutmaßen, dass ihr das gefällt. Und zu provozieren scheint die Autorin auch. Wiltrud Baier und Sigrun Köhler – auch bekannt als das Duo Böller und Brot (oder von Berg liebevoll „die Doku-Schlampen“ genannt) beginnen ihren Dokumentarfilm über sie, indem sie vorlesen, mit welch blumigen Begriffen die deutschsprachigen Feuilletons Berg betiteln: Hasspredigerin, Designerin des Schreckens, letzte freie Radikale. „Falsch, falsch, falsch“, entrüstet sie sich im Hintergrund. Die Autorin, in deren Lebenslauf ein Ozeanografiestudium neben der Arbeit als Putzfrau steht. Der Unterricht im Eistauchen neben der Ausbildung im Ausdruckstanz. Die Flucht aus der DDR neben dem Lebensmittelklau in der Schweiz. Die alkoholkranke Mutter neben einem verheerenden Autounfall. Legendäre fünfzig Absagen allerlei Verlagshäuser neben unzähligen Kolumnen, Theaterstücken, Hörspielen, Romanen, Lesungen, Fernsehauftritten…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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