BEN WHEATLEY: HIGH-RISE

Dass ich ein Buch extra noch schnell vor Veröffentlichung der Verfilmung gelesen habe, das gab es schon lange nicht mehr. Aber für jemanden, der sich für die Inszenierung von begrenzten Räumen besonders interessiert, kann es doch kaum etwas Vielversprechenderes geben, als eine Science-Fiction-Dystopie, die sich in einem einzigen Hochhaus abspielt. Ob Ben Wheatleys High-Rise die hohen Erwartungen einlösen kann, erfahrt ihr in meiner ausführlichen Kritik für filmosophie.com.

© DCM Film Distribution
© DCM Film Distribution

„…Ballards Science Fiction-Dystopie soll schon seit Jahrzehnten auf die große Leinwand gebracht werden, und schließlich hat der britische Regie-Liebling Ben Wheatley diesen Plan umgesetzt. Nach seinen eher kleinen Produktionen und dem schwarzweißen A Field in England darf Wheatley hier endlich auch einmal ausstattungstechnisch auf die Pauke hauen. Ein ganzer Supermarkt mit eigens designten Produktverpackungen im Stil der 1970er Jahre, Plattencover und Filmposter an den Wänden und schäbig schicke Post-Hippie-Mode machen High-Rise zu einem optischen Vergnügen. Einbußen gibt es dagegen – und das ist je nach Perspektive des Zuschauers zu begrüßen oder eben nicht – beim Ekelfaktor des Films. Weder Ben Wheatley, noch J.G. Ballard haben eigentlich nennenswerte Hemmungen, wenn es darum geht, ihren Rezipienten mithilfe drastischer Darstellungen das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Und doch zeigt der Regisseur weder ausufernd gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Stockwerken (diese Tatsache mag auch dem relativ schmalen Budget geschuldet sein), noch all die widerwärtigen Kleinigkeiten, die das Buch auszeichnen: das Schächten von Hunden und Pferden, Menschen, die ihre eigenen Wunden wieder öffnen und Katzen daran knabbern lassen…“

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