MEIN ERSTES MAL AUF DEM HOFBAUER-KONGRESS

Unbedarften Leuten zu erzählen, dass man sich auf einem Filmkongress schon fast vergessene Werke anschaut mit Titeln wie Die Spalte, Mädchen beim Frauenarzt oder Hörig bis zur letzten Sünde, das sorgt schon manches Mal für Irritationen. Warum sich der Besuch beim 15. Außerordentlichen Kongress des Hofbauer-Kommandos aber zweifelsohne gelohnt hat, habe ich für filmosophie.com aufgeschrieben.

Hofbauer„Im Bus auf der Autobahn, auf der Fahrt von Nürnberg nach Berlin. Draußen dichter Nebel, drinnen die Nachricht vom Tod David Bowies. Die erste Nachricht nach vier Tagen, und gleich eine so Niederschmetternde. Auch die vergangenen Tage waren grau, neblig, nass, dunkel. Aber sie spielten sich in einer kleinen, mit Glückseligkeit bis an den Rand gefüllten Blase ab. Und zwar auf dem Außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos. Dem Fünfzehnten an der Zahl, meinem ersten Mal.

Dort standen verlockende Titel auf dem Programm: Mädchen beim FrauenarztHörig bis zur letzten SündeDie Spanische Fliege und mehr. Trotzdem hatte die Einladung mich erst einmal eingeschüchtert: vier Tage auf einem seit Jahren eingeschworenen, zahlenmäßig überschaubaren Kongress zu verbringen kann bedeuten, Fremdkörper in einem funktionierenden Organismus zu bleiben; Angst vor erzwungen blödsinnigem Smalltalk und Schlafentzug. Keine Ahnung von den zu erwartenden Filmen, und was, wenn sie nicht gefallen? Ich bin dann doch gefahren. Aus Neugier, dem Wunsch Wissenslücken zu füllen und noch ein paar anderen Gründen. Und ohne einen blassen Schimmer davon, wie schwer hinterher das Vorbei-Gefühl einschlagen würde…“

Weiterlesen wird hier dringend empfohlen.

Außerdem solltet ihr darüber nachdenken, ob nicht euer Karmapunktekonto eine Aufbesserung braucht und schleunigst für Der Perser und die Schwedin spenden. Der Hofbauer-Kongress wird es euch danken.

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