DENIZ GAMZE ERGÜVEN: MUSTANG

Seitdem Mustang, das Regiedebüt der türkischen Filmemacherin Deniz Gamze Ergüven, in der Quinzaine des Réalisateurs 2015 für Begeisterung sorgte, schaffte es der Film auf zahlreiche Festivals und nun glücklicherweise auch in die deutschen Kinos. Warum Mustang mich so sehr mitgenommen hat, dass ich am Ende mit kalten Händen und Kloß im Hals im Kino saß, beschreibe ich in meiner Kritik für filmosophie.com.

© Weltkino Filmverleih

„…Mustang ist eine der Festival-Entdeckungen des Jahres 2015 und läuft nach renommierten Programmen wie der Quinzaine des Réalisateurs in Cannes demnächst auch in den deutschen Kinos an. Oft ist seither in Besprechungen der Vergleich mit Sofia CoppolaThe Virgin Suicides gefallen, denn der erzählerische Ausgangspunkt ist der Gleiche: eine Handvoll freiheitsliebender Schwestern im Kindes- und Teenageralter wird von den Erziehungsberechtigten eingesperrt, weil sie langsam zu Frauen zu werden drohen. Und dabei auch noch wagen Widerworte zu geben. Mustang ist trotzdem ein ganz anderer Film, auch wenn es hier durchaus ähnliche Einstellungen wie bei Coppola gibt, von Mädchen in leichten Sommerkleidern, die sich in weichem Licht aneinander schmiegen und dabei wie zu einem einzigen Organismus amalgamieren. Alles beginnt an einem sonnigen Nachmittag, dem Beginn der Sommerferien. Selma, Sonay (Ilayda Akdogan), Ece (Elit Iscan), Nur (Doga Zeynep Doguslu) und Lale (Günes Sensoy) wollen noch nicht sofort nach Hause. Noch in ihren Schuluniformen steckend springen sie in das nahe gelegene Meer, ein unschuldiges Raufen mit den Dorfjungs lässt sie für einen Moment den Alltagsstress vergessen. Leider sieht das auch eine Nachbarin, die sich über das unsittliche Gebaren der jungen Frauen bei ihrer Großmutter (Nihal G. Koldas) beschwert: seit dem Tod der Eltern leben die Schwestern bei ihr in dem kleinen Dorf im Norden der Türkei. Das Schimpfen hinterlässt bei den Mädchen nicht viel Eindruck, deswegen wird ihr Onkel (Ayberk Pekcan) ins Haus gebracht, und damit beginnt ein langes Martyrium…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

6 Comments

  • 2 Jahren ago

    Klingt nach schwerer Kost, aber auch irgendwie sehr spannend. Und ein Vergleich mit Sofia Coppola (wenn auch nur marginal) reizt natürlich immer. Werde ich mir mal vormerken.

    • katrindoerksen
      2 Jahren ago

      Das wirst du bestimmt nicht bereuen. 🙂

  • 1 Jahr ago

    Authentique bouffee de fraicheur qui fait passer le spectateur par toutes les emotions possibles, Mustang consacre le talent de sa realisatrice comme de ces cinq jeunes actrices emouvantes de sincerite. Pour son premier long-metrage, la franco-turque Deniz Gamze Erguven signe un film engage et d’une justesse rare. A decouvrir sans tarder !

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