WEEKLY TRAILER-PICK: LO AND BEHOLD, REVERIES OF THE CONNECTED WORLD

Welchen Trailer habe ich mir ausgesucht?

In seinem neuen Dokumentarfilm Lo and Behold, Reveries of the Connected World erklärt Werner Herzog das Internet. So einfach ist das.

© Werner Herzog

Was mich an dem Trailer interessiert:

„Sich morgens an den Frühstückstisch setzen und die Tageszeitung auf dem Computer lesen? Es ist nicht so verrückt, wie es klingt!“ Schon irre, wie rasend schnell sich Computer in den letzten Jahrzehnten gewandelt und dabei unsere Leben bis ins Kleinste durchdrungen haben. Man drohte leicht den Überblick zu verlieren, gäbe es da nicht noch den Welterklärer Werner Herzog. Sobald ich seine tiefe, leicht schleppende Stimme mit dem markanten Akzent aus dem Off höre, lehne ich mich zurück und fühle mich geborgen. Der Mann hat mit Schusswunde Interviews gegeben und seine Schuhe gegessen – er wird schon wissen, was er sagt.

Und dem Himmel sei Dank: in Lo and Behold, Reveries of the Connected World geht es, zumindest wenn wir dem Trailer Glauben schenken dürfen, eben nicht um irgendwelche pseudowissenschaftlich moralisierenden Tiraden nach dem Motto: „Unsere Kinder verlernen sich zu konzentrieren“. Viel eher nimmt Herzog das große Ganze in den Blick: die Infrastruktur, die mittlerweile fast nur noch webgestützt funktioniert und so zwar vieles erleichtert, aber uns auch abhängig und verletzlich macht. Gut, dass Werner Herzog diese Stimme hat, sein Film würde sonst wahrscheinlich ziemliche Angst machen.

Andere sehenswerte Trailer der letzten Tage:

Der Schamane und die Schlange von Ciro Guerra
Viva von Paddy Breathnach
River of Grass von Kelly Reichardt
Colliding Dreams von Joseph Dorman & Oren Rudavsky

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