#PARISISABOUTLIFE

Gestern gegen drei Uhr von Twitter und all den Liveblogs losgerissen, heute aufgewacht und nach zwei wunderbaren, dröseligen Sekunden strömen wieder all die Erinnerungen zurück. An die Anschläge von Paris, die Zweiten in diesem Jahr. Es ist ein Alptraum.

Mittlerweile hat sich der Islamische Staat zu den Attentaten bekannt. Wir können nicht in die Köpfe verwirrter Radikaler schauen, die sich mit Waffen aufmachen, um im Namen einer Ideologie Menschen zu töten. Glücklicherweise können wir das nicht. Aber hinter dem strategischen Vorgehen – Angst verbreiten, mehrere Orte gleichzeitig angreifen, möglichst viele Menschen gleichzeitig auslöschen – steht, so viel lässt sich vielleicht feststellen, ein Angriff auf ein ganzes Lebensmodell. Ein offenes, säkulares, lebensbejahendes, genießerisches Leben, für das Paris in den letzten Jahrzehnten immer auch ein Sehnsuchtsort war. Und innerhalb dieser Stadt auf ein Milieu, das sich abends zu Konzerten trifft, das sich in Bars amüsiert, Alltag und Probleme vergessen will, das sich mehrheitlich gegen rechte Stimmungsmache und Wertkonservatismus richtet und schon mal auf den Tischen tanzt. Dieses Paris ist nicht totzukriegen, dafür habe ich hier ein paar Beweise gesammelt.

Einen weiteren hoffnungsvollen Beitrag hat Stepnwolf zu den Ereignissen in Paris verfasst: Paris sera toujours Paris!

Titelbild via Mi..chael

2 Comments

  • 1 Jahr ago

    „Dieses Paris ist nicht totzukriegen.“ … Genau das ist auch meine Hoffnung. Du drückst es in cineastischen Bildern aus. Ich dachte zuerst an Musik. Beides Dinge, die in Paris zum Amüsement gehören. Etwas, das in diesen Tagen, in dieser so lebendigen Stadt wohl eher auf ein Minimum heruntergeschraubt sein wird. 🙁

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