FRÉDÉRIC TCHENG: DIOR UND ICH

Vergangene Woche ging ein kleiner Ruck durch die Modewelt: der Designer Raf Simons verkündete überraschend seinen Abschied vom Hause Dior. Was für ein Timing! Gerade hatte ich pünktlich zum DVD-Start den Dokumentarfilm Dior und Ich von Frédéric Tcheng reviewt, der seine Anfangszeit bei der Marke Revue passieren ließ. Die ausführliche Kritik ist für filmosophie.com entstanden.

© NFP

„Herbst 2012. Ein herrschaftliches Gebäude in Paris, die Wände über und über mit Blumen bedeckt. Gerade haben sich hier Jennifer Lawrence und Marion Cotillard eingefunden, Sharon Stone und Fürstin Charlène von Monaco. Es ist ein großer Tag: die Fashion Week ist in vollem Gange und in einer opulenten Modenschau soll heute die Frühlingskollektion aus dem Hause Dior gezeigt werden. Haute Couture, die Meisterklasse der Modewelt. Alle Beteiligten sind noch gespannter als sonst: denn dies ist die erste Kollektion des neuen Kreativdirektors der renommierten Marke.

Eigentlich ist der Blick hinter die Kulissen in der Mode meist strengstens untersagt. Das Endresultat soll funkeln, Glamour verheißen, die Stars anziehen und Menschen auf der ganzen Welt tief in die Tasche greifen lassen. Wie Frédéric Tcheng es deshalb geschafft hat, Dior tatsächlich dazu zu überreden, einen Dokumentarfilm im eigentlichen Kern der Institution zu drehen, das bleibt sein großes Geheimnis. Das Haus öffnet seine Pforten zu einem Zeitpunkt großer Veränderungen, nämlich als Raf Simons auf den Plan tritt. Nach antisemitischen Äußerungen John Gallianos und seinem Rausschmiss wird ein Ersatz gebraucht und Simons überrascht als Nachfolger: der Belgier gilt als Minimalist, als Designer von Männermode kommt er von Jil Sander. Hier, das wird schon in den ersten Sekunden von Dior und Ich deutlich, ist aber ein ganz anderes Händchen gefragt…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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