FRANCOIS GIRARD: DER CHOR – STIMMEN DES HERZENS

Für Musikfans habe ich hier einen wirklich tollen Kinotipp. Für Filmfans eher nicht. Das klingt paradox, der Regisseur Francois Girard fordert es aber geradezu heraus, in Der Chor – Stimmen des Herzens die Augen zuzumachen und auf die Choreinsätze zu warten. Trotzdem ist es ihm irgendwie gelungen, Kathy Bates und Dustin Hoffman zu kriegen. Mehr dazu auf filmosophie.com.

© Universum
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„…Es ist quasi unmöglich, Der Chor – Stimmen des Herzens etwas übel zu nehmen, denn der Film ist auf beinahe anrührende Weise naiv. Das beginnt schon mit der Darstellung des perspektivlosen Ghettos, das Stets Kindheit ausmacht, der unmotivierten Klasse und der auf der Couch liegenden Mutter, die er mit vorwurfsvollem Blick anschaut, als er ihren Wodka in den Ausguss kippt. Es sind dies zweifelsohne Zustände, die man keinem Kind wünscht und die Sarkasmus eigentlich verbieten, doch die Art, wie Francois Girard wie nach dem Handbuch ein Klischee nach dem anderen abarbeitet, verhindert jegliche Einfühlung in die Schicksale der Figuren. Auf das Ghetto-Klischee folgt der Elite-Stereotyp: reiche Jungen in Strickpullundern, die die Tonart eines quietschenden Schuhs bestimmen können, unterrichtet von akkurat gescheitelten Musiklehrern, deren absolutes Gehör nur noch von ihrer Forderung nach absoluter Disziplin übertroffen wird…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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