THOMAS CAILLEY: LIEBE AUF DEN ERSTEN SCHLAG

Wenn ich etwas nicht verstehen kann, dann junge Menschen die freiwillig zur Armee gehen. Nicht die besten Voraussetzungen also, um den Protagonisten in Liebe auf den ersten Schlag etwas abgewinnen zu können. Wie ich den Film am Ende fand, steht in meiner Kritik für filmosophie.com.

© Tiberius Film
© Tiberius Film

„Eines hab ich in Liebe auf den ersten Schlag schon mal gelernt: Wenn du von einer Lawine verschüttet wirst, musst du dich anpinkeln. An der Laufrichtung der Flüssigkeit erkennst du die Steigung und weißt, in welche Richtung du graben musst. Angenommen, du steigst in eine Bahn und jemand setzt sich dir gegenüber und gibt dir diesen Tipp, wie reagierst du dann? Schüttelst du unmerklich den Kopf und grinst in dich hinein? Oder bedankst du dich für den Hinweis und merkst ihn dir für den Tag X?

Madeleine (Adèle Haenel) ist jedenfalls fest davon überzeugt, dass eben jener Tag X naht. Und zwar schneller als wir alle ahnen. Deshalb will sie auch zur Armee, in das härtest mögliche Regiment. Um vorbereitet zu sein. Auf den Weltuntergang. Deshalb quält sie ihren Körper, schwimmt in Kampfstiefeln und mit Ziegelsteinen auf dem Rücken und isst rohe Sardinen mit Kopf und Schuppen. Arnaud (Kévin Azais) sieht aber mehr in Madeleine als die knochentrockene Kämpferin. Von Anfang an hat er einen Narren an ihr gefressen. Und deshalb meldet er sich einfach ebenfalls für das zweiwöchige Camp, das die Armee in der Gegend als Übung veranstaltet…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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