LASSE HALLSTRÖM: MADAME MALLORY UND DER DUFT VON CURRY

Ach, Helen Mirren, was hast du denn da gemacht? Ja, klar, du bist toll, aber dieses Drehbuch, dieser Film, so für sich genommen… Er strotzt nur so vor simplen Erkenntnisse, Schmalz und billigem Exotismus. Bloß nicht das Publikum verschrecken. Das, liebe Helen Mirren, ist Rentnerkino vom Allertrivialsten, und da hätte ich dir wirklich mehr zugetraut. Aber mehr dazu in meiner Kritik für filmosophie.com.

© Constantin Film
© Constantin Film

„…Wer das Presseheft zu Madame Mallory und der Duft von Curry aufschlägt, der bekommt es mit allerlei erwartbaren Metaphern zu tun: von Erfolgsrezepten ist da die Rede, von gedeckten Tischen, und „Bon Appetit“ wird auch gewünscht. Um also einmal in dem launisch augenzwinkernden Duktus zu verbleiben, muss wohl die korrekte Frage lauten: serviert uns Lasse Hallström mit seinem neusten Werk Haute Cuisine vom Feinsten oder ist der Film eher wie ein indisches Vapiano: ganz nett und mit viel Tamtam, letztlich aber uninspirierte Massenware? Schließlich beherrschte der Regisseur sein Fach einst durchaus: in Chocolat brachte er ebenfalls über den kulinarischen Weg seine Zuschauer zum Schmelzen wie Schokoladenmousse in der Sonne. Madame Mallory und der Duft von Curry will Fusion Food sein: man nehme eine klassische Basis, erweitere sie um ein paar exotische Zutaten – et voilà – fertig ist der Hauptgang. Aber um ehrlich zu sein, versuchen Regisseure seit Jahren, in ihren Filmen einen nüchternen (Madame Mallory würde sagen: subtilen) Westen einem sinnlichen (respektive chaotischen) Subkontinent gegenüberzustellen. Dieser konstruierte Unterschied muss dann reichen, um eine wahlweise herzerwärmende oder nachdenklich stimmende Geschichte zu erzählen…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

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