MIKE CAHILL: I ORIGINS

Wohin wird sich der Film in Zukunft entwickeln? Wenn Einspielergebnisse immer wichtiger werden – wie werden die Verantwortlichen dann versuchen, ihre Voraussagen über Erfolg und Misserfolg zu optimieren? Der Ire Gawain Morrison ruft das Age of Physiology aus – und I Origins erschien mir als genau der richtige Film, um einmal darüber nachzudenken, wohin es uns führen könnte, wenn im Filmgeschäft plötzlich nicht mehr Kritiken, Meinungen und Gedanken zählen, sondern Hirnströme, Blutdruck und Hautwiderstand.

© Fox Searchlight
© Fox Searchlight

„…Dabei könnten schon bald Experimente zum Einsatz kommen, die über das Vorführen von Bilderpaaren weit hinausgehen. Tatsächlich aber müssen die physiologischen Reaktionen des Menschen herhalten, ganz wie beim Prinzip Biofeedback in der Psychologie: Hirnströme und und Hautwiderstände werden gemessen, Blutdruck und Transpiration kontrolliert, es gibt mittlerweile sogar eine Art Haarreifen einer japanischen Firma, dessen pelzbesetzte Öhrchen die Stimmung seines Trägers anzeigen: je nach Laune wackeln sie fidel vor sich hin, sind wachsam gespitzt oder hängen schlapp herab. Über die Präzision solcher Gerätschaften lässt sich sicher debattieren, Fakt ist allerdings, dass mittlerweile oft nicht mehr allein die Meinung des Zuschauers im Mittelpunkt des Interesses steht, sondern sein Körper. Der irische Produzent Gawain Morrison geht sogar soweit, für die absehbare Zukunft das sogenannte Age of Physiology vorauszusagen….“

Der komplette Artikel ist auf filmosophie.com erschienen.

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