AMMA ASANTE: DIDO ELIZABETH BELLE

Dido Elizabeth Belle war ein schwieriger Historienfilm. Nicht unbedingt, weil er bei mir Gedanken über die Vergangenheit ausgelöst hätte. Stattdessen vielmehr Solche über unsere Gegenwart. Für filmosophie.com ist dazu ein ausführlicher Text entstanden.

© Fox Searchlight
© Fox Searchlight

„…Bei Historienfilmen fallen mir auf der Stelle zwei typische Merkmale der Gattung ein. Erstens weiß der Zuschauer dabei meist schon im Vorfeld genau, was ihn erwartet: opulente Kostüme und ein Plot, der sich mehr oder weniger vorlagengetreu an einer Episode der mannigfaltigen Menschheitsgeschichte entlang hangelt. Zweitens sagen Historienfilme – ganz ähnlich übrigens wie zukunftsgewandte Utopien – das meiste Verlässliche nicht über die Vergangenheit, sondern über ihre eigene Entstehungszeit aus. Auf Dido Elizabeth Belle trifft Ersteres definitiv zu. Dass sich entsprechende Erwartungen schon nach drei Minuten Laufzeit zur Genüge bestätigen, ist keine Überraschung. Regisseurin Amma Asante ist eben keine Sofia Coppola, die ihrer Hauptdarstellerin Kirsten Dunst 2006 als Marie Antoinette moderne Chucks in den Schuhschrank stellte und mithilfe zahlreicher popkulturellen Verweise direkt auf unsere Gegenwart rekurrierte. Stattdessen hat Asante einen handwerklich soliden Historienfilm abgeliefert, der weder optisch, noch dramaturgisch Überraschungen bietet. Gugu Mbatha-Raw zieht mit ihrem großäugigen Welpenblick sofort alle Sympathien auf ihre Seite und gibt die klassisch tugendhafte, nachdenkliche Protagonistin des Regency. Geld regiert dort die Welt und natürlich darf auch die obligatorische Romanze nicht fehlen….“

Den Rest des Textes könnt ihr bei Bedarf hier nachlesen.

2 Comments

  • 4 Jahren ago

    Hmm, klingt ehrlich gesagt sehr uninteressant und scheint auch, zumindest lese ich das so, nicht aus dem Sumpf an üblichen Kostümfilmen rauszuragen. Schade, da hab ich die wirklich herausstechenden Filme lieber, deshalb werd ich den wohl nicht schauen.

    • 4 Jahren ago

      Genau so ist es. Als Untersuchungsobjekt ist er vielleicht interessant, wenn man ohnehin ein Faible für das Genre und die Thematik hegt. Ansonsten kann man ihn schon getrost auslassen.

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