DARREN ARONOFSKY: NOAH

Ui, da war ich aber gespannt. Keine Ahnung, wie oft ich diese Geschichte schon gehört habe: in der Vorsonntagsschule, der Sonntagsschule, im Religions- und Konfirmandenunterricht. Ein Klassiker in religiösen Familien, wo die Kinder dann meist auch noch bunte Bücher oder gleich ein Spielset mit Holzboot und Plüschtieren besitzen. Auweia, ich hab echt ein Religionstrauma. Noah hat mir trotzdem gut gefallen. So im Großen und Ganzen. In meiner Kritik für filmosophie.com lest ihr genaueres.

© Paramount
© Paramount

„…Alsbald beginnt der Bau der Arche und hier sind es vorrangig die beeindruckenden Bilder, auf die der Regisseur setzt, um uns bei der Stange zu halten. Das gelingt ihm auch recht gut: wenn tausende Schlangen auf das noch im Bau befindliche Schiff zuschlängeln, dann ist man doch ganz froh, dass die Viecher nur aufgrund des 3D-Effektes so plastisch erscheinen. Besonders gern wählt Darren Aronofsky aber auch die Vogelperspektive, die uns gewissermaßen aus der Perspektive des großen Auftraggebers auf das irdische Treiben schauen lässt: erst gehen die Säugetiere in einer ziemlich eindrucksvollen Szene an Bord, später tobt ein kämpfendes Menschenmeer, um sich doch noch der rettenden Arche zu bemächtigen und letztlich schießt das Wasser eindrucksvoll aus allen Ritzen, bereit, die menschliche Unart beinahe gänzlich auszurotten. Ehrlich gesagt habe ich noch nie einen effektbasierten Film gesehen, in dem die 3D-Technik derart unnötig war. Sie verkleinert letztlich nur optisch die Leinwand, mehr nicht. Rein dramaturgisch erreicht Darren Aronofsky sein Ziel jedoch: uns für eine Geschichte zu vereinnahmen und eine Spannung aufrecht zu erhalten, obwohl der Ausgang doch von vornherein feststeht…“

Weiterlesen? Nichts lieber als das. Hier.

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