JOHN WELLS: IM AUGUST IN OSAGE COUNTY

Ich kann nicht anders, ich muss einfach jeden Film mit Meryl Streep sehen, denn die Frau ist einfach eine Wucht. Im August in Osage County vereint auch noch eine ganze Reihe anderer toller Schauspieler vor der Kamera, und so waren die Erwartungen natürlich ziemlich hoch. Gerade filmisch umgesetzten Familienthemen kann ich meist eine ganze Menge abgewinnen, da ich zu Familien selbst so meine ganz eigene Meinung habe. Für filmosophie.com habe ich aufgeschrieben, ob sämtliche Erwartungen erfüllt wurden. Einen kleinen Ausschnitt gibt es jedoch wie immer hier:

© Tobis
© Tobis

„…Es ist eigentlich durchaus gerechtfertigt, diesen Text mit dem Verweis auf eine seiner Hauptdarstellerinnen zu beginnen, denn wer Im August in Osage County sagt, muss auch Meryl Streep sagen. Zwar als Ensemblefilm angelegt, bietet die Theateradaption aber vor allem der Figur der Violet eine brüchige Bühne, die die mehrfache Oscarpreisträgerin mit all der ihr gegebenen Präsenz einnimmt. Oder einfach ausgedrückt: Die Anderen haben keine Chance. Meryl geifert und keift, sie tanzt wie im Rausch, wälzt sich wie besessen am Boden, schreit ihre Frustration heraus und wird im nächsten Moment ganz leise, ihre Stimme auf ein giftig manipulatives Flüstern reduziert, und wandelt sich von der rasenden Furie zum trotzigen Kind. Sie ist nicht nur von den Drogen völlig kaputt, sondern auch noch rassistisch und homophob – und irgendwie können wir makabererweise schon nach einigen Minuten nachvollziehen, wieso ihr feinsinniger, stiller Mann sich davon gemacht hat…“

Weiterlesen könnt ihr gerne hier.

1 Comment

Leave A Comment

Related Posts