FERNANDO TRUEBA: DAS MÄDCHEN UND DER KÜNSTLER

Manche Filme brauchen eine Weile, bis sie zu wirken beginnen, bis eine Meinung zu ihnen entsteht und manchmal sind sie in der Erinnerung beinahe schöner als im Moment der Sichtung. An Das Mädchen und der Künstler musste ich mich auch erst einmal behutsam herantasten. Wie das ablief, beschreibe ich genauer in meiner Kritik für filmosophie.com.

© Camino
© Camino

„…Im ersten Moment hatte ich ehrlich gesagt durchaus meine Probleme mit Das Mädchen und der Künstler. Und zwar, weil ich mich auf der Fährte eines hübsch verpackten Sexismus wähnte. Ein alter Mann macht einen Film über einen alten Mann, der eine junge und völlig mittellose Frau dazu überredet, nackt für ihn zu posieren. Die junge Frau, wie von Claudia Cardinale in einer Szene treffend beschrieben, bekommt Geld fürs Nichtstun und, so dachte ich, dient mit ihrem bloßen Körper als Muse, die das kreative Genie im Manne hervorlockt. Als Mercé sich anfangs scheut, auf das Angebot einzugehen, überzeugt Léa sie mit dem Argument, das Posieren sei ein Job wie jeder andere auch und rückt den Job des Nacktmodells damit assoziativ schon fast in die Nähe der Debatte um Prostitution, die momentan durch die Talkshows geistert und in der ähnliche Standpunkte vertreten sind…“

Weiterlesen könnt ihr hier.

Leave A Comment

Related Posts