MEDIA MONDAY #119

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Media Monday #119

1. Den Schauplatz – real oder fiktiv – von Easy Rider von Dennis Hopper würde ich, wenn ich könnte, gerne einmal besuchen, weil ich unbedingt mal mit einem Chopper die Route 66 entlangfahren möchte. Freiheitsgefühl, Weite, epochale Sonnenuntergänge… Ja, es ist ein Klischee. Aber ein Schönes.

2. Aguirre, der Zorn Gottes von Werner Herzog spielt nicht nur an einem exotischen Ort, sondern die Landschaft ist gleichzeitig auch eine der Hauptattraktionen, weil die Handlung und die Figuren so ohne den südamerikanischen Dschungel gar nicht funktionieren würden. Und weil die unwirtliche Umgebung für reichlich besondere Bilder und Perspektiven gesorgt hat. Eine nicht unbeachtliche Anzahl von Familienmitgliedern würde hier wohl aber Rosamunde Pilcher nennen. „Ich guck das NUR wegen Cornwall!“ Alles klar…

3. Filme aus dem Land Argentinien finde ich überwiegend wunderherrlich, weil ich mich 2012 Hals über Kopf in dieses wunderschöne Land verliebt habe und jeden Schnipsel Argentinien in mich aufsauge, den ich kriegen kann.

4. Avatar – Aufbruch nach Pandora von James Cameron hat mich richtiggehend enttäuscht, weil die Charakterzeichnung sich häufig bei klischeehaften Stereotypen bedient wie etwa der „edle Wilde“ gegen den technisierten Westler, der innerlich zerrissene Held und das reine, tugendhafte Love-Interest.

5. Wäre Johnny Depp nicht der Star des Fluch der Karibik-Franchises, hätte ich vermutlich die stark abgeschlagenen Nachfolger des originellen ersten Teils  niemals gesehen.

6. Die Weiße Massai von Hermine Huntgeburth vermittelt ein völlig falsches Bild des Landes/der Stadt Kenia, weil der Film permanent zwischen klischeehafter Darstellung der „edlen Wilden“ (schon wieder!) in rotglühenden Sonnenuntergängen und eurozentristischer Heuchel-Betroffenheit schwankt. Für die Ethnologin in mir der reinste Albtraum.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Captain America – The First Avenger von Joe Johnston und der war so mittelmäßig, weil er mir einen Tick zu patriotisch geraten ist und einfach keine Spannung aufkommen wollte.

0 Comments

  • 7 Jahren ago

    Eine sehr gute Antwort zur zweiten Frage, an den Film habe ich gar nicht gedacht.

    • 7 Jahren ago

      Ich liebe die Schlussszene so sehr, in der Kinski seinen größenwahnsinnigen Monolog vor den Affen hält. Einfach ein super Film.

  • 7 Jahren ago

    Das „Avatar“-Argument stimmt natürlich, aber ich mochte den Film dennoch. Hat etwas von Kinderfilmdramaturgie für Erwachsene. Vielleicht hat das deshalb so gut bei mir funktioniert… 😉

    • 7 Jahren ago

      Ja, Avatar übt schon auch einen gewissen Reiz aus, muss ich zugeben. Die Nachteile haben dann in meiner Wahrnehmung aber doch überwogen.

  • 7 Jahren ago

    Aguirre ist eine gute antwort bzw. der Film cool 🙂 Ich mag diese beiden Verrückten: Herzog und Kinski.
    Ich sehe, du bist auch Depp-Fan 🙂
    Avatar ist maßlos überschätzt worden…
    Captain America ohne den urtypischen Ami-Patriotismus geht ja gar nicht 😉

    • 7 Jahren ago

      Ja, das stimmt schon, ein bisschen Patriotismus war bei Captain America nicht zu vermeiden. Immerhin haben sie nicht permanent Flaggen geschwenkt. Aber ich fand, er hätte ruhig etwas selbstkritischer sein können.

      • 7 Jahren ago

        Amis und selbstkritisch in Filmen? Gibt es das? 😉

  • 7 Jahren ago

    Die Antwort zu Avatar finde ich super. Genau das Klischeehafte hat mich daran (nicht nur aber) am meisten gestört.

    Bei Captain America auch volle Zustimmung!

  • 7 Jahren ago

    Ich hab hier auf meinen Zu Schauen-Stapel noch Martin Hache und Das Opferlamm aus Argentinien. Falls Du die kennst, taugen die was?

    • 7 Jahren ago

      Da hast du mich erwischt. Die beiden habe ich nicht gesehen, tut mir leid.

  • 7 Jahren ago

    Ich fand den Cap als einer der wenigen richtig, richtig richtig gut. Schade, dass ihn viele nicht mögen.

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